Zuhause bleibt das Team ungeschlagen, insgesamt gab es nur eine einzige Niederlage – ausgerechnet im Hinspiel gegen Göttingen. Mit jetzt 17 Siegen in Serie geht Leverkusen als Tabellenführer selbstbewusst in die Playoffs.

Holpriger Start, dann übernehmen die WINGS

Der Start gehörte zunächst den Gästen aus Göttingen, die früh in Führung gingen. Doch lange ließ sich Leverkusen nicht aus der Ruhe bringen: Ein schneller 6:0-Lauf drehte die Partie, und die WINGS fanden ihren Rhythmus. Göttingen blieb zwar dran, ein Dreier kurz vor Viertelende hielt die Partie eng – 20:18 nach den ersten zehn Minuten.

Zweites Viertel: Kontrolle übernommen

Im zweiten Abschnitt wurde deutlich, wer das Spiel bestimmen wollte. Die WINGS verteidigten stark, spielten geduldig und bauten ihren Vorsprung Schritt für Schritt aus. Zur Halbzeit stand ein verdientes 44:38 auf der Anzeigetafel – komfortabel, aber gegen ein Topteam wie Göttingen noch lange keine Entscheidung.

Das dritte Viertel macht den Unterschied

Nach der Pause legte Leverkusen dann richtig los – und entschied das Spiel. Allen voran Kendra Parra setzte mit einem Vier-Punkte-Spiel ein klares Statement. Die WINGS spielten sich in einen Flow, kontrollierten das Geschehen komplett und zogen zwischenzeitlich auf 16 Punkte davon. Göttingen fand kaum Antworten, musste mehrfach nachjustieren – ohne Erfolg. Mit 24:14 ging das dritte Viertel klar an Leverkusen.

Göttingen kommt nochmal ran – aber nicht wirklich gefährlich

Im Schlussabschnitt verkürzten die Gäste zwar noch einmal, doch wirklich spannend wurde es nicht mehr. Immer wenn Göttingen Hoffnung schöpfte, hatten die WINGS die passende Antwort parat. Ein Dreier von Leonie Kampes knapp zwei Minuten vor Schluss machte endgültig den Deckel drauf.

Starke Leistungen auf mehreren Schultern

Einmal mehr war es die mannschaftliche Geschlossenheit, die den Unterschied machte. Leverkusen überzeugte nicht nur durch Struktur und Intensität, sondern auch dadurch, dass sich viele Spielerinnen entscheidend einbrachten. Natalie Villaflor sorgte mit 18 Punkten für konstante Gefahr aus der Distanz und blieb von der Freiwurflinie makellos. Unter dem Korb prägte Tessa Brugler das Spiel mit großer Präsenz und sicherte sich neben 18 Punkten beeindruckende 17 Rebounds. Auch Olivia Okpara setzte wichtige Akzente, steuerte ein Double-Double bei und war defensiv ein stabiler Anker. Kendra Parra überzeugte mit außergewöhnlicher Effizienz und gab vor allem im dritten Viertel den Takt vor, als die WINGS das Spiel endgültig auf ihre Seite zogen. Dazu kam Leonie Kampes, die mit viel Übersicht das Spiel lenkte, ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene setzte und in den entscheidenden Momenten selbst Verantwortung übernahm. So entstand eine geschlossene Teamleistung, in der jede ihren Teil zum Erfolg beitrug.

Coach Reusch: „Jetzt beginnt die entscheidende Phase“

Trainer Patrick Reusch zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Umsetzung des Gameplans und der Intensität seines Teams. Gleichzeitig machte er klar: Der erste Platz ist schön, aber in den Playoffs beginnt man wieder bei Null.

Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft. Der Game Plan musste gegen eine Mannschaft wie Göttingen sehr ausführlich sein – wir haben sehr viel Video- und spezifische Vorbereitungsarbeit in der Trainingswoche investiert und haben heute gezeigt, wozu wir der Lage sind, wenn jede Spielerin fokussiert genug ist, sich daran konsequent zu halten. Es war ein sehr physisches Spiel, aber das haben wir sehr gut angenommen und durchgehend mit hoher Energie gespielt. Das Spiel war sicherlich gute Werbung für den Frauenbasketball von zwei Teams, die taktisch auf sehr hohem Niveau agiert haben. Wir freuen uns natürlich über den ersten Platz nach der Hauptrunde, wissen aber auch, dass uns dieser nichts bringt, wenn wir diese Leistung nicht in den Playoffs wiederholen. Nun beginnt ein deutlich kürzerer, aber ganz neuer Teil der Saison und ab Montag gilt unsere volle Aufmerksamkeit der Vorbereitung auf Würzburg – Patrick Reusch nach dem Spiel gegen Göttingen

Playoffs im Blick: Würzburg wartet

Im Viertelfinale treffen die WINGS auf die QOOL Sharks Würzburg. Das Hinspiel steigt am 18. April in Würzburg, das Rückspiel folgt am 26. April in Leverkusen. Mit Mia Wiegand wartet dabei eines der spannendsten Talente der Liga – die nächste Herausforderung für ein Leverkusener Team, das aktuell vor Selbstvertrauen strotzt.