Gegen den Eimsbütteler TV setzte sich das Team von Head Coach Patrick Reusch am 4. Spieltag der 2. DBBL Nord mit 73:50 (39:25) durch. Der Heimspieltag stand im Zeichen des Pinktober: Gemeinsam mit der AOK machten die WINGS auf das Thema Krebsfrüherkennung aufmerksam, die Spielerinnen trugen beim Aufwärmen pinke Shirts.
Auf dem Feld erwischten die WINGS einen Start nach Maß. Olivia Okpara eröffnete mit einem Korbleger samt Bonusfreiwurf und legte nach einem Steal direkt den nächsten Korb nach – 5:0. Nach dem ersten Hamburger Dreier antworteten Amelie Kröner von außen und Franka Wittenberg mit einem Dreipunktspiel zum 11:3. Danach zog die Mannschaft von Patrick Reusch mit einem 14:3-Lauf davon, Kendra Parra steuerte allein sieben Punkte in den Schlussminuten des ersten Viertels bei. Beim 25:9 lagen die WINGS erstmals mit 16 Punkten vorne, mit 25:11 ging es in die erste Viertelpause.
Im zweiten Viertel bauten Wittenberg, Tamia Ugass mit einem Dreipunktspiel und Kröner die Führung auf 32:14 aus. Der ETV hielt vor allem über Antonia Laabs dagegen, die in diesem Abschnitt drei Dreier traf. Alinde Kerluku antwortete ebenfalls von außen, das Viertel endete 14:14, zur Halbzeit stand es 39:25.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mit sechs Punkten in Folge auf 31:39 heran, Reusch nahm eine Auszeit. Die Antwort folgte prompt: Parra traf einen Dreier, Wittenberg legte nach, und mit einem 10:0-Lauf, an dem Parra acht Punkte beteiligt war, stellten die WINGS auf 49:31. Hamburg verkürzte mit sieben Punkten in Folge noch einmal auf 38:49, doch Zoe Hartmann und Wittenberg sorgten neun Sekunden vor Viertelende für das 54:41.
Das Schlussviertel eröffnete Ugass mit einem Dreier und einem Korbleger zum 59:41. Nach einem Dreier von Lotta Linke zum 46:61 setzten die WINGS mit einem 12:2-Lauf den Schlusspunkt: Hartmann und Okpara trafen von außen, Wittenberg erhöhte per Putback auf 73:48 – die höchste Führung des Abends mit 25 Punkten. Die letzten beiden Punkte erzielte Leonie Rosemeyer an der Freiwurflinie.
Topscorerin war Tamia Ugass mit 15 Punkten in knapp 23 Minuten, bei 5 von 7 Würfen aus dem Feld und 4 von 5 Freiwürfen. Den stärksten Abend nach Effizienz hatte Franka Wittenberg: 13 Punkte (6/10 aus dem Feld), 9 Rebounds, davon sechs am offensiven Brett, kein Ballverlust, eine Effizienz von 22 und mit +25 der beste Plus/Minus-Wert des Spiels. Kendra Parra kam auf 14 Punkte, verwandelte alle sieben Freiwürfe und verteilte drei Assists (Effizienz 17). Olivia Okpara sammelte 11 Punkte, 9 Rebounds und 3 Steals. Insgesamt punkteten sieben Spielerinnen, darunter Hartmann (8), Kröner (7 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists) und Kerluku (5 Punkte bei 2/2 aus dem Feld, 3 Steals).
Die Grundlage des Sieges legten die WINGS in der Defense: Hamburg traf nur 34 Prozent aus dem Feld und leistete sich 24 Ballverluste, 12 davon nach Steals der WINGS. Unter den Körben setzten sich die Gastgeberinnen mit 37:25 Rebounds durch, am offensiven Brett sogar mit 14:5. Im Angriff blieb dagegen Luft nach oben: Die WINGS trafen 41,7 Prozent aus dem Feld, von der Dreierlinie nur 6 von 21 Würfen (28,6 Prozent), dazu kamen 18 eigene Ballverluste. Sicher waren die Gastgeberinnen von der Freiwurflinie mit 17 von 22, bei den Assists stand es 14:8.
Bei den Gästen war Antonia Laabs mit 12 Punkten und vier Dreiern beste Werferin, Lotta Linke kam auf 9, Leonie Rosemeyer auf 8 Punkte. Ein besonderes Wiedersehen gab es mit Lucie Keune: Die Meisterin der vergangenen Saison kehrte erstmals im Trikot des ETV nach Leverkusen zurück und erzielte 7 Punkte, darunter zwei Dreier.
„Am Ende haben wir natürlich deutlicher verloren als erhofft. Ich glaube, wir haben trotzdem gesehen, dass wir in manchen Phasen gut mithalten konnten, wenn wir richtig gekämpft und in der Defense die richtigen Adjustments gemacht haben. Leverkusen ist ein Team, das am Ende der Saison sehr weit oben in der Tabelle mitspielen wird. Sie waren vor allem körperlich überlegen und wollten beim Hustlen am Ende vielleicht mehr. Für mich war es sehr schön, alle hier wiederzusehen. Vielleicht wird es im Rückspiel etwas knapper“, sagte Lucie Keune.
„Wir haben heute die notwendige Leistungssteigerung zum Spiel letzte Woche gezeigt und können vor allem defensiv weitestgehend mit unserer Performance zufrieden sein. Offensiv gilt es nun weiterhin, effizienter zu agieren und uns für richtige Entscheidungen durch Anbringen des letzten Passes und konsequentes Finishing der offenen Abschlüsse zu belohnen. Unsere Trefferquote deckt sich in den meisten bisherigen Spielen noch nicht mit der Offenheit unserer Abschlüsse. Nächste Woche steht das nächste sehr schwere Auswärtsspiel an, wo dementsprechend auch der nächste Schritt in die richtige Richtung gemacht werden muss“, sagte Head Coach Patrick Reusch.
Mit dem Sieg gleichen die WINGS ihre Bilanz auf 2:2 aus. Weiter geht es am Samstag, 31. Oktober, um 17:00 Uhr bei den Talents BonnRhöndorf. Das nächste Heimspiel in der NBSO Sporthalle steigt am Samstag, 7. November, um 18:00 Uhr gegen TuS Lichterfelde Berlin. Bereits am Sonntag, 25. Oktober, um 15:00 Uhr empfängt die WINGS Basketball Academy in der WNBL die Basket-Girls Rhein-Neckar in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG).