Das erste Viertel endete mit 19:19 — beide Teams schenkten sich nichts. Im zweiten Abschnitt übernahm dann Bochum das Kommando und dominierte diesen Abschnitt klar mit 15:7, sodass die WINGS mit einem 8-Punkte-Rückstand (34:26) in die Halbzeitpause gingen. Die Leverkusenerinnen fanden in der Offensive kaum Rhythmus, während die Gastgeberinnen konsequent ihre Möglichkeiten nutzten.
Nach dem Seitenwechsel fanden die WINGS jedoch zu ihrem Spiel. Dank einer aggressiven Verteidigung und klareren Aktionen im Angriff verkürzte das Team im dritten Viertel auf 45:49, bevor ein dominantes Schlussviertel (24:9 für Leverkusen) den verdienten Auswärtssieg besiegelte.
Herausragend dabei war Zoe Hartmann von der Bank: Die Guard-Spielerin erzielte in 17 Minuten Spielzeit starke 15 Punkte bei 67% aus dem Feld und 75% von der Dreierlinie und lieferte damit den entscheidenden offensiven Impuls in der entscheidenden Phase des Spiels.
Defensiv lieferten die WINGS insgesamt eine starke zweite Hälfte: Teamweit 12 Steals bei nur 14 Ballverlusten unterstreichen die konsequente Defensivarbeit im Spielverlauf. Auf der Gegenseite war Cecelia Collins beste Scorerin des Abends mit 17 Punkten, 14 Rebounds und 8 Assists bei beeindruckenden 58% Feldwurfquote — sie konnte die Niederlage der Bochumerinnen jedoch nicht verhindern.
Ein wichtiges Signal war die Rückkehr von Amelie Kröner, die nach langer Pause 12 Minuten auf dem Feld stand. Getrübt wurde die Freude über den Sieg jedoch durch die Verletzung von Lisa Arz, die im dritten Viertel ausscheiden musste. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
„Durch starken Fight und eine konsequente Umsetzung unseres Gameplans in der zweiten Hälfte haben wir heute das Spiel gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit leider erneut kaum Abschlüsse in der Zone finishen können und Bochum aus genau den Situation scoren lassen, die wir mehrfach auf Film geschaut und uns auch in der Halle darauf vorbereitet haben. Diese Unkonzentriertheiten abzustellen und die nötige Physis des Spiels anzunehmen, hat zu einer herausragenden defensiven Performance nach der Halbzeit geführt und offensiv haben wir klare Entscheidungen getroffen und durch die Würfe von Zoe endlich offensives Momentum bekommen. Das Fehlen von Schütti ist spürbar, wir haben dieses heute durch eine gute Teamleistung aber kompensieren können. Es ist ebenfalls sehr wichtig und schön gewesen, dass Amelie nach ihrer langen Krankheitspause heute wieder einige Minuten geben konnte, vor allem nachdem sich Lisa dann im dritten Viertel leider verletzt hat.“ Head-Coach Patrick Reusch zog nach dem Abpfiff ein differenziertes Fazit