Die Mannschaft von Patrick Reusch kontrollierte das Spiel über weite Strecken, ließ defensiv gegen den offensiven Würzburger Rhythmus jedoch phasenweise mehr zu, als zuletzt gegen Göttingen und sah insbesondere bei offenen Layup-Situationen Luft nach oben.
Blitzstart und frühe Kontrolle
Die WINGS verschwendeten keine Zeit. Schon die erste Aktion des Spiels war ein Dreier von Natalie Villaflor, der zwar noch nicht fiel, aber das Signal setzte: Leverkusen kam angriffslustig nach Würzburg. Die WINGS spielten in der Frühphase schnell, effizient und mit sichtbarem Plan. Würzburg kam zwar zwischenzeitlich auf 4:7 ran, doch Leverkusen ließ keinen Run der Gastgeber zu und kontrollierte das erste Viertel mit 23:15. Mia Wiegand – als Würzburgs Supertalent im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – wurde konsequent in Schach gehalten. Das erste Viertel endete mit einem klaren 8-Punkte-Vorsprung für die Gäste.
Zweites Viertel: Würzburg zeigt Lebenszeichen, WINGS bleiben stabil
Würzburg kam mit einem Dreier direkt nach der Pause auf 18:23 heran und hoffte kurz auf ein Comeback. Doch die WINGS fanden Mittel und Wege, den Abstand zu halten. Nici Balcerak – von der Bank kommend – und Tessa Brugler sorgten mit Aktivität unter dem Korb für Stabilität. Das zweite Viertel war das ausgeglichenste des Abends: Die Sharks erzielten 13 Punkte, Leverkusen 18 – zur Halbzeit stand es 28:41.
Das dritte Viertel als Vorentscheidung
Der dritte Abschnitt war die beste Phase der WINGS und gleichzeitig die Vorentscheidung der Partie. Mit Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Leverkusen das Tempo spürbar und drückte die Sharks tief in die Defensive. Olivia Okpara und Brugler dominierten das Brett, Balcerak traf mehrfach aus kurzer Distanz mit bemerkenswerter Quote. Innerhalb weniger Minuten zogen die WINGS auf eine Führung von 20 Punkten aus (44:64).
Solides Schlussviertel
Im vierten Viertel schalteten die WINGS etwas zurück. Würzburg kam zwar auf 11 Zähler, doch Leverkusen antwortete mit 20 Punkten und ließ keinen Zweifel am Ergebnis. Das Endergebnis von 87:58 ist ein klares und souveränes Statement.
„Wir sind mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden und gehen jetzt mit optimaler Ausgangssituation in das Heimspiel am Sonntag. Wir konnten nicht ganz an die Leistung von letzter Woche anknüpfen und haben aufgrund individueller Undiszipliniertheiten in der Defensive viel zu viele offene Layups abgegeben. Dafür haben wir den Game Plan insgesamt gut umgesetzt und uns für den enormen Aufwand an Scouting und spezifischer Vorbereitung während der Woche belohnt. Wir haben zudem sehr gut am offensiven Brett gearbeitet und wieder mal sehr ausgeglichen gepunktet – aber auch unabhängig vom Scoring haben alle Spielerinnen positiven Impact gehabt. Wir freuen uns nun auf die Vorbereitung auf das Rückspiel, in dem Würzburg sicherlich deutlich mehr als heute versuchen wird, durch gewisse Umstellungen unseren Rhythmus etwas zu brechen.“ Patrick Reusch nach dem Spiel
Die WINGS überzeugten mit einer breiten Scoring-Verteilung: Sechs Spielerinnen erzielten mindestens 5 Punkte, was den von Reusch angesprochenen ausgeglichenen Angriff bestätigt.
Ausblick: Rückspiel am Sonntag in Leverkusen
Das Rückspiel des Viertelfinals findet am Sonntag, 26. April um 16:30 Uhr in der Werner Heisenberg Sporthalle in Leverkusen statt. Tickets sind online erhältlich Die WINGS empfangen die Sharks mit einem 29-Punkte-Polster im Rücken.