Im ersten Heimspiel als amtierender Meister der 2. DBBL gewann das Team von Head Coach Patrick Reusch mit 91:58 gegen die ChemCats Chemnitz. Gespielt wurde in der Ostermann-Arena im Rahmen eines Leverkusener Double-Headers mit den Bayer Giants, denn die neue Heimspielstätte in der Bahnstadt Opladen steht erst ab der kommenden Woche zur Verfügung.
Den ersten Korb des Abends erzielte Franka Wittenberg. Chemnitz blieb zunächst dran und verkürzte nach gut zwei Minuten auf 4:5. Dann legten die WINGS einen 19:0-Lauf hin, getragen von ihrer Treffsicherheit von außen. Kendra Parra, Zoe Hartmann, Amelie Kröner und noch einmal Parra trafen nacheinander von der Dreierlinie, Wittenberg bereitete zwei dieser Dreier vor. Beim 24:4 nach gut sechseinhalb Minuten war das Publikum endgültig da. Mit 24:8 ging es in die erste Viertelpause.
Chemnitz kam mit einem 5:0-Lauf aus der Viertelpause und zwang die WINGS früh zur Auszeit. Olivia Okpara antwortete mit einem Dreier. Beim 31:21 Mitte des zweiten Viertels waren die Gäste noch in Reichweite. Darauf folgten elf Leverkusener Punkte in Serie: Tamia Ugass punktete mit Bonusfreiwurf und zwei weiteren Freiwürfen, Kröner traf zwei Dreier hintereinander. Kurz vor der Halbzeit zogen die WINGS mit einem 10:0-Lauf weiter davon. Jule Bruns, ein Dreier von Lisa Arz und zwei Treffer von Parra, der letzte 20 Sekunden vor der Sirene von jenseits der Dreierlinie, stellten den Halbzeitstand von 58:26 her. 34 Punkte im zweiten Viertel, 10 von 21 Dreiern in der ersten Hälfte: Mehr Offensive war an diesem Abend kaum möglich.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener. Chemnitz startete mit einem 7:0-Lauf ins dritte Viertel. Parra fing das mit drei Mitteldistanztreffern in Folge auf, Hartmann setzte mit einem Dreier kurz vor Viertelende den Schlusspunkt zum 71:36. Auch zu Beginn des Schlussabschnitts zeigten die Gäste Moral und erarbeiteten sich einen 11:2-Lauf. Die WINGS antworteten mit 14:3 Punkten, unter anderem durch einen Dreier von Kröner und einen von Ugass. Okpara baute die Führung zwei Minuten und 42 Sekunden vor Schluss auf den Höchststand von 37 Punkten aus (87:50). Den Schlusspunkt für die WINGS setzte Wittenberg mit zwei Treffern in der letzten Minute. Die zweite Hälfte ging knapp mit 33:32 an Leverkusen. Die Wurfquote sank nach der Pause von 52 auf 39 Prozent aus dem Feld, an der Kontrolle über das Spiel änderte das nichts.
Herausragende Spielerin bei ihrem Heimdebüt war Tamia Ugass. Die neu verpflichtete Centerin kam in knapp 23 Minuten auf 20 Punkte und 10 Rebounds (davon 4 offensiv). Sie traf 8 von 15 Würfen aus dem Feld und alle drei Freiwürfe und erreichte mit Effizienz 25 den Bestwert des Abends. Ebenfalls zum ersten Mal vor heimischem Publikum spielte Franka Wittenberg und zeigte ein Allround-Spiel: 13 Punkte, 7 Rebounds, davon bemerkenswerte 6 offensiv, 8 Assists und 4 Steals bei Effizienz 20 und Plus/Minus +29. Kendra Parra war mit 17 Punkten zweitbeste Werferin und hatte mit +33 die beste Plus/Minus-Bilanz im Team. Amelie Kröner traf alle vier Dreierversuche und kam auf 12 Punkte. Olivia Okpara verwandelte 5 von 9 Würfen, kam auf 11 Punkte und 6 Rebounds (Effizienz 17, +26). Alinde Kerluku verteilte 5 Assists, Jule Bruns kam in 15 Minuten auf 4 Punkte und 5 Rebounds und erreichte Effizienz 11.
Die Punkte verteilten sich auf viele Schultern: Alle neun eingesetzten Spielerinnen punkteten, fünf davon zweistellig. Als Mannschaft überzeugten die WINGS mit 18 Assists (Chemnitz: 9), 13 Steals, 20 Offensivrebounds und 13 verwandelten Dreiern bei 35 Versuchen. Chemnitz leistete sich 21 Ballverluste.
Jule Bruns: „Wir hatten heute unser erstes Spiel in der Ostermann-Arena. Es war eine richtig geile Stimmung, viele Zuschauer und wir sind richtig gut ins Spiel reingestartet. Es hat mega Spaß gemacht. Und es hat mich gefreut, dass so viele da waren, um uns anzufeuern.“
Bei den Gästen war Caitlin Paige Kobiske die prägende Figur. Mit 24 Punkten (10/20 aus dem Feld), 7 Rebounds und 4 Steals war sie Topscorerin der Partie und hielt ihr Team vor allem im Schlussviertel im Spiel. Mazatlan Spanje Harris kam auf 9 Punkte.
ChemCats-Coach Thomas Seltner zeigte sich als fairer Verlierer: „Erstmal Glückwunsch an Leverkusen. Wir haben heute den Start komplett verpennt, haben dem Gegner ganz, ganz zeitig Schützenhilfe gegeben. Dann hat Leverkusen sehr, sehr gut angefangen zu treffen. Ich glaube, die sind mit fünf von sieben von der Dreierlinie gestartet. Und von da an sind wir nur noch hinterhergelaufen. Ich denke, die zweite Halbzeit war ein bisschen besser nach ein paar Umstellungen, aber insgesamt war das heute schon ein sehr, sehr starker Auftritt des Heimteams und für uns hat’s eine ganze Menge Baustellen aufgezeigt.“
WINGS-Head Coach Patrick Reusch: „Wir haben heute eine hervorragende Reaktion auf letzte Woche gezeigt und die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. In der ausgeglichenen zweiten Hälfte ging unsere Trefferquote stark nach unten aber wir haben dennoch weiterhin mit gutem Flow gespielt und insgesamt heute angedeutet, wohin der Weg mit unserem Spielstil gehen soll. Gerade in der ersten Hälfte hat sich die Dynamik zwischen der hervorragenden Stimmung in der Halle und unserer Performance sehr schön übertragen. Ein sehr gelungener Heimspielauftakt.“
Am Sonntag, 18.10.2026, um 17:00 Uhr treten die WINGS bei den VfL VIACTIV-AstroLadies Bochum zum dritten Spieltag an. Das nächste Heimspiel folgt am Samstag, 24.10.2026, um 18:00 Uhr gegen den Eimsbütteler TV. Es ist das erste Spiel in der neuen Heimspielstätte, der NBSO Sporthalle in Leverkusen-Opladen, und steht im Zeichen des Pinktober – es wird gemeinsame Aktionen mit der AOK zum Thema Krebserkennung geben.