Zusätzlich gibt es einen Wertungspunkt Abzug und eine Ordnungsstrafe von 750 Euro. Sportlich hatten die WINGS das Spiel mit 65:82 verloren.

Was passiert ist: Unser Headcoach hat dem Kampfgericht vor dem Spiel eine vollständige Mannschaftsliste übergeben. Das vom Gastgeber gestellte Kampfgericht hat Macy Ridder (#20) daraus nicht in den digitalen Spielbericht übertragen. Unser Trainer hat den Bogen unterschrieben, ohne das Fehlen zu bemerken. Das war unser Fehler, und dazu stehen wir. Im zweiten Viertel fiel die Lücke auf. Das Kampfgericht trug die Spielerin nach, die Schiedsrichterin schritt nicht ein, unser Trainer wurde zur erneuten Unterschrift an den Tisch geholt.

Die Spielleitung stellt in ihrer Entscheidung selbst fest: Die Spielerin stand „zweifelsfrei“ auf unserer Liste. Der Fehler lag beim Kampfgericht des Ausrichters. Und die Schiedsrichterinnen haben den Nachtrag „aufgrund einer unzutreffenden Regelauslegung“ nicht beanstandet.

Die Folgen trägt trotzdem der Gast. Für das fehlerhafte Ausfüllen des Spielberichts sieht der Strafenkatalog der DBBL beim verantwortlichen Ausrichter 25 Euro vor. Für uns sind es 750 Euro, ein Minuspunkt und ein 0:20, für ein Spiel, das wir auf dem Feld klar verloren haben. Einen sportlichen Vorteil hatten wir zu keinem Zeitpunkt.

„Wir wissen um die Verantwortung des Trainers bei der Kontrolle des Kaders auf dem Tablet- das ist zweifelsfrei sein Fehler gewesen“, erklärt Sportdirektorin Grit Schneider. „Jedoch ist aus unserer Sicht das Strafmaß unverhältnismäßig, da Kampfgericht und Schiedsrichterinnen hätten wissen müssen, dass das nachträgliche Hinzufügen von Spielerinnen während eines Spiels nicht zulässig ist. Wir hätten uns eine angemessene Berücksichtigung dieser Fehler gewünscht.“

Die WINGS prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen die Entscheidung.