Die Gastgeberinnen boten dabei erstmals in dieser WNBL-Saison Frederike Martha Askamp und Lara Gierlich gemeinsam auf. Beide sind sonst überwiegend im DBBL-Umfeld unterwegs. Askamp kam aus Düsseldorf nach Freiburg, Gierlich stammt aus dem WINGS-Nachwuchs.
Freiburg erwischte den besseren Start und lag zur ersten Viertelpause mit 26:18 vorn. Danach bekam die Academy das Spiel defensiv in den Griff und ließ im zweiten Viertel nur zwölf Punkte zu. Zwischenzeitlich verkürzte sie auf drei Zähler, zur Halbzeit stand es 27:38. Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Das dritte Viertel ging an die WINGS, und gut zwei Minuten vor dem Ende waren sie beim 59:63 wieder auf Tuchfühlung. Erst in der Schlussphase setzte sich Freiburg ab. Die zweite Halbzeit endete 33:33. Grundstein des Auftritts war die Verteidigung: Die Academy erzwang 29 Freiburger Ballverluste und kam auf 18 Steals.
„Eine Niederlage hat sich für Spielerinnen und Trainerstab wohl selten weniger nach einer angefühlt“, sagte WNBL-Headcoach Niklas Ennen Habig. „Obwohl es am Ende leider nicht gereicht hat, den Titelfavoriten zu besiegen, hat die WINGS Academy heute einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht und gezeigt, dass sie mit der richtigen Einstellung mit den Besten der Liga mithalten können. Die Energie, Physis und Kampfbereitschaft, die so oft erst langsam über das Spiel hinweg aufgebaut werden konnte, war diesmal von Anfang an zu spüren. Getragen von einer starken Defensive, die zuletzt eher das Laster des Teams darstellte, fand das gesamte Spiel auf Augenhöhe statt.“
Alma Schiffer war mit 18 Punkten beste Werferin der WINGS. Sie traf sechs ihrer elf Würfe, davon drei von sieben Dreiern, und kam auf fünf Rebounds, drei Steals und mit 21 den besten Effizienzwert ihres Teams. Aurora Andrade Blum steuerte 16 Punkte mit vier Dreiern bei. Lana Förster stand 31 Minuten auf dem Feld und holte neben neun Punkten drei Steals. Von der Bank brachten Josephine Gils (7 Punkte) und Kiana Niemann Energie ins Spiel. Niemann traf in 14 Minuten beide Würfe aus dem Feld und kam auf sechs Punkte, vier Rebounds und zwei Steals. Franziska Ockenfels blieb ohne Punkte, prägte die Defensive aber mit drei Steals, zwei Blocks und zwei Assists. Arielle Edzoa sammelte sechs Rebounds und ebenfalls drei Steals.
Bei Freiburg war Karla Paradzik mit 24 Punkten (8/17, 7/9 Freiwürfe) die prägende Spielerin. Lara Gierlich kontrollierte mit 14 Rebounds und drei Blocks die Zone. Frederike Martha Askamp kam in zwölf Minuten auf vier Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists. Unter den Körben lag der Unterschied: Freiburg holte 61 Rebounds, darunter 19 offensive, die WINGS 39.
„Lediglich durch unausgeglichene Reboundquoten (die jedoch nicht fehlendem Einsatz zugeschrieben werden können) und Schwierigkeiten, zum Ende Vorteile zu kreieren, musste man sich am Ende knapp geschlagen geben“, so Ennen Habig. „Die gezeigte Leistung lässt mit Zuversicht in die Zukunft blicken, muss aber auf ähnliche Weise abgerufen werden, um den letzten beiden starken Gegnern der Gruppe gewachsen zu sein.“
Am kommenden Sonntag, 8. November 2026, empfängt die WINGS Basketball Academy um 15 Uhr die Junior Falcons Bad Homburg in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG). Am Vortag spielt das Team der 2. DBBL um 18 Uhr in der NBSO Sporthalle gegen TuS Lichterfelde Berlin.