Nachdem die Partie gegen Heidelberg in der Vorwoche aufgrund verletzungsbedingter Absagen des Gegners noch ausfallen musste, brachten die WINGS ihren schnellen Spielstil trotz überschaubarer Trainingszeit in 5-gegen-5-Situationen bereits beachtlich gut auf das Parkett.
Nach einem verhaltenen Auftaktviertel (18:24) übernahmen die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt mit hoher Intensität die Kontrolle und erarbeiteten sich bis zum Ende des dritten Viertels eine komfortable 61:50-Führung. Doch Herne steckte keineswegs auf und kämpfte sich kurz vor Schluss wieder heran.
44 Sekunden vor dem Ende drehte Herne die Partie über Freiwürfe kurzzeitig auf 75:76. Die Entscheidung fiel schließlich an der Freiwurflinie: Bei noch 24 Verbleibenden Sekunden behielt WINGS-Neuzugang Tamia Ugass die Nerven und brachte Leverkusen mit zwei verwandelten Freiwürfen wieder mit 77:76 in Front. Herne verfehlte im Anschluss, ehe Alinde Kerluku 10 Sekunden vor der Sirene mit einem weiteren Treffer von der Linie den 78:76-Endstand einsetzte. Herne versuchte nach zwei Auszeiten noch einmal alles, doch die WINGS-Defensive hielt dem letzten Ansturm stand und sicherte den knappen Erfolg.
Besonders glänzen konnte die deutsche Fraktion im WINGS-Kader: Alinde Kerluku überzeugte mit 17 Punkten und entscheidenden Aktionen in der Crunchtime. Auch Olivia Okpara zeigte unter den Körben eine starke Leistung, erzielte 14 Punkte bei sehr guter Trefferquote aus dem Feld sowie perfekter Quote von der Freiwurflinie (2/2) und wies mit +15 den besten Plus-Minus-Wert ihres Teams auf. Ein rundum gelungenes Debüt feierte zudem Tamia Ugass: Mit 18 Punkten avancierte sie auf Anhieb zur Topscorerin der Partie und bewies mit drei erzielten Dreiern sowie stoischer Ruhe an der Freiwurflinie direkt ihre hohe Qualität.
Coach Patrick Reusch nach dem Spiel: „Mit der Performance in unserem ersten Testspiel können wir sehr zufrieden sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass wir aufgrund der Ausfälle bisher nur sehr wenige Einheiten mit einer 5 gegen 5 Situation hatten, hatten wir sehr guten Flow in unserer Offense und haben unseren schnellen Spielstil gegen einen athletischen Gegner schon gut aufs Feld gebracht. Nun gilt es, noch konstanter darin zu werden, unsere Abschlüsse in der Transition entsprechend zu nutzen. Defensiv haben wir viele Dinge, die wir im Training bisher nur kurz anreißen konnten, ebenfalls bereits sehr gut umgesetzt und konnten dadurch unsere großen Probleme beim Defensivrebound heute gut kompensieren. Das Scoreboard spielte heute keine Rolle für uns, aber natürlich nimmt man einen Sieg gegen einen Erstligisten im ersten Testspiel gerne mit und freut sich nun umso mehr auf das hoffentlich baldige Einsteigen von Iva und Amelie, sodass wir mit endlich kompletten Kader in die Endphase der pre season gehen können.“