Nach der knappen Auftaktniederlage bewies die Mannschaft von Head Coach Patrick Reusch und Co-Trainer Niklas Habig viel Moral und setzte sich in einer zerfahrenen, von starker Physis geprägten Partie trotz Personalsorgen durch. Leverkusen musste verletzungsbedingt weiterhin auf Iva Banozic (#33) und Tamia Ugass (#3) verzichten, während Macy Ridder nach dem gestrigen Spiel angeschlagen aussetzen musste. Als Amelie Kröner (#22, 2 Punkte) nach nur siebeneinhalb Minuten in der ersten Halbzeit ebenfalls leicht angeschlagen geschont werden musste, rückte die verbliebene Rotation noch enger zusammen.

Den besseren Start in die Begegnung erwischten zunächst die Gegnerinnen aus Haarlem. Die Leverkusenerinnen taten sich in der Verteidigung schwer und gerieten nach dem ersten Viertel mit 17:22 in Rückstand. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie intensiv, doch die WINGS fanden offensiv besser zu ihren Rhythmen. Vor allem Alma Schiffer (#5, 5 Punkte) nutzte ihre 13 Einsatzminuten von der Bank effizient aus und setzte wichtige Impulse. Zur Halbzeit lag Leverkusen beim Stand von 37:40 weiterhin knapp zurück.

Der spielentscheidende Umschwung folgte nach dem Seitenwechsel im dritten Viertel. Die WINGS zogen in der Defensive merklich an, zwangen Haarlem zu schweren Würfen und dominierten das Geschehen beim Rebound eindeutig. Mit einem starken 20:12-Lauf übernahm Leverkusen die Führung zum 57:52 vor dem Schlussabschnitt. Wie schon am Vortag gaben Kapitänin Kendra Parra (#24) und Franka Wittenberg (#77) die Richtung vor. Parra glänzte als Topscorerin mit 16 Punkten, 5 Rebounds und 4 Assists, während Wittenberg mit 14 Punkten, 8 Rebounds, 5 Assists und vollem Einsatz an beiden Enden des Feldes erneut ein starkes Allround-Game ablieferte.

Im extrem punktarmen vierten Viertel (8:6) behielten die WINGS die Nerven. Trotz nachlassender Kräfte in der dezimierten Rotation – in der auch Lisa Arz (#7, 7 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists), Alinde Kerluku (#6, 6 Punkte), Olivia Okpara (#13, 6 Punkte, 5 Rebounds), Zoe Hartmann (#8, 5 Punkte, 7 Rebounds) und Jule Bruns (#12, 2 Punkte) wichtige Minuten abrissen – verteidigte Leverkusen den Vorsprung leidenschaftlich bis zum Schlusspfiff.