Den Grundstein legte das Team von Headcoach Patrick Reusch im ersten Viertel. Kendra Parra traf zweimal von der Dreierlinie, nach gut zwei Minuten stand es 10:0, und die Gäste nahmen ihre erste Auszeit. Leverkusen spielte sich immer wieder offene Abschlüsse heraus und ging mit 33:10 in die erste Viertelpause. Macy Ridder baute den Vorsprung kurz danach auf 39:10 aus. Danach fand Lichterfelde besser ins Spiel und verkürzte mit einem 7:0-Lauf auf 41:22. Parra traf elf Sekunden vor der Sirene noch einen Dreier zum 52:33-Halbzeitstand.
In der Halbzeitpause versuchte sich die U14 der WINGS an der Challenge „7-in-a-row“. Diesmal klappte es leider nicht.
Nach dem Seitenwechsel wuchs der Vorsprung über Zoe Hartmann zunächst auf 71:48. Dann kamen die Berlinerinnen um Sarah Siebold und Helene Lehmann noch einmal heran, nach 30 Minuten stand es 75:58. Im Schlussviertel blieben die WINGS bei nur acht Punkten. Beim 77:66 gut zwei Minuten vor Schluss waren die Gäste auf elf Punkte dran. Parra und Lisa Arz machten den Sieg dann perfekt.
Parra war mit 28 Punkten Topscorerin der Partie. Sie traf acht ihrer 13 Zweier und drei von sechs Dreiern und kam zudem auf vier Steals. Olivia Okpara legte mit 17 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double auf. Sieben ihrer Rebounds holte sie am offensiven Brett, dazu kamen fünf Steals und zwei Blocks. Tamia Ugass (9 Punkte, 8 Rebounds) und Alinde Kerluku (9 Punkte) punkteten ebenfalls.
Die WINGS gewannen das Rebound-Duell mit 44:32, davon 17 Offensivrebounds. Mit 13 Steals erzwangen sie 22 Ballverluste der Gäste, und von der Freiwurflinie trafen sie zwölf von 13 Versuchen. Von jenseits der Dreierlinie lief es dagegen nicht: Leverkusen traf nur fünf von 22 Dreiern, Lichterfelde zehn von 28.
Ihr DBBL-Debüt feierte Lana Förster, und in ihren gut zwölf Minuten hat sie fast den kompletten Statistikbogen abgearbeitet. Mit ihrem ersten Korb in der Liga traf sie zu Beginn des zweiten Viertels zum 37:10. Dazu kamen drei Rebounds, ein Assist, ein Steal, ein Foul, ein gezogenes Foul und drei Ballverluste, die bei einem Debüt einfach dazugehören. Nur für einen Block und einen Freiwurf hat es noch nicht gereicht.
„Wir sind richtig gut ins Spiel gestartet und haben als Team gut gespielt. Die nächsten drei Viertel liefen dann nicht wie geplant, aber wir sind drangeblieben, haben uns durchgekämpft und den Sieg geholt“, sagte Kendra Parra.
Bei Lichterfelde war Helen Spaine mit 16 Punkten die beste Werferin, sie traf vier ihrer fünf Dreier. Helene Lehmann kam auf 15 Punkte, Sarah Siebold auf 11. Eda Karabak sammelte neun Rebounds.
„Es war ein sehr physisches Spiel. Vor allem im ersten Viertel hatten wir Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen und die Physis der WINGS zu matchen. Das zweite, dritte und vierte Viertel haben wir gewonnen, ich finde, wir haben langsam unseren Lauf gefunden. Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten, es hat Spaß gemacht und wir freuen uns auf das Rückspiel“, sagte Eda Karabak.
„Wir haben ein sehr starkes erstes Viertel gespielt, in dem wir von Anfang an ready waren und unsere zahlreich herausgespielten offenen Abschlüsse effizient genutzt haben. Dass wir von da an jedes Viertel verloren haben, lag vor allem daran, dass wir offensiv gerade die einfachen Abschlüsse nicht mehr nutzen konnten und mit dem erhöhten Druck und der erhöhten Physis von Lichterfelde individuell nicht gut und clever umgegangen sind. Respekt an unseren Gegner, die bis zum Ende gekämpft, mit sehr hoher Trefferquote agiert haben und uns vor allem im eins gegen eins schlecht haben aussehen lassen. Nun geht es zweimal nach Oberhausen, wo wir das heute verpasste Ziel an unserer Konstanz zu arbeiten, erneut angehen müssen.“, so Patrick Reusch.
Weiter geht es am Samstag, 14. November, um 19:30 Uhr bei New Basket Oberhausen im DBBL-Pokal. Das nächste Heimspiel bestreiten die WINGS am Samstag, 28. November, um 18:00 Uhr gegen SCALA Hamburg in der NBSO Sporthalle.